Mein Tech Lab

Softwareentwickler. Zumindest auf dem Papier.

Ich bin Kami []. Tagsüber Softwareentwickler, abends Hardware-Verursacher mit einer leicht ausgeprägten Tendenz, Projekte einfach anzufangen. Dinge, die piepen, fahren, messen oder irgendwie mit dem Internet sprechen – manchmal alles gleichzeitig.

Ich plane nicht alles im Voraus. Ich baue erst. Dann messe ich. Dann optimiere ich. Meistens stehe ich fünf Minuten nach der Idee mit einem Sensor in der Hand da und denke: „Ja gut, jetzt ist es halt ein Projekt.” Was dabei entsteht, ist teils durchdacht, teils historisch gewachsen. Software ist selten der Anfang – sie ist eher der Versuch, das Chaos im Nachhinein zu rechtfertigen.

Diese Seite dokumentiert den aktuellen Stand: funktionierend, halb funktionierend und „war mal eine gute Idee”.

Photovoltaik, Wetterstation, Smart Home, DIY-Fahrzeuge, Heimkino, Sim Racing – verbunden durch Sensoren, Daten und die gelegentliche Improvisation.

AnlageOnline
Solar— kW
ProjekteAktiv
StandortSchwarzwald
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Solaranlage

9,2 kWp Photovoltaik — St. Georgen im Schwarzwald

21 bifaziale Glas-Glas-Module, 440 Watt das Stück, komplett Süd. Den Neigungswinkel hat das Dach entschieden: 62°. Im Sommer produziert die Anlage trotzdem viel mehr als ich brauche. Im Winter mehr als die meisten anderen Anlagen in der Gegend.

// 7 Tage — Solar kW
// 7 Tage — Energie kWh
Live
kW
Leistung
%
von 9,2 kWp
kWh
Heute
9,2 kWp
Anlagenleistung
21 Module
440 W bifazial
62°
Neigungswinkel
100% Süd
Ausrichtung

Was ich analysiere

Die Anlage ist ein Datenlieferant. Mich interessiert, was wirklich passiert – nicht was das Modell sagt, was passieren sollte. Der Zusammenhang zwischen Einstrahlung und Leistung, der Einfluss von Modultemperatur auf den Wirkungsgrad, das Verhalten bei bewölktem Himmel gegenüber direkter Sonne. Die Abweichung zwischen Theorie und Praxis ist meistens die interessanteste Zahl.

Bifaziale Module verhalten sich anders als die Datenblätter vermuten lassen. Der Rückseitenertrag bei Schnee ist messbar, taucht in keinem Standardrechner auf und macht die Anlage zu einem echten Experiment: Wie weit weicht die reale Leistung vom Modell ab? Regelmäßig mehr als erwartet. In beide Richtungen.

Das Monitoring läuft lokal. Keine Cloud, kein Abo, kein Datenverlust bei Serverausfällen irgendwo in Irland. Nur rohe Messwerte, die ich selbst auswerte – oder zumindest auswerten könnte, wenn ich nicht gerade ein neues Projekt anfangen würde.

Technische Daten

Leistung: 9,2 kWp • Module: 21 × 440 W Glas-Glas bifazial • Ausrichtung: komplett Süd • Neigungswinkel: 62° • Standort: St. Georgen im Schwarzwald

62° ist kein Fehler, aber auch keine Entscheidung – das Dach gibt den Winkel vor. Was sich im Nachhinein herausgestellt hat: im Sommer ist der Ertrag trotzdem mehr als genug, und im Winter produziert die Anlage deutlich mehr als flachere Dachanlagen in der Umgebung. Weniger Schnee auf den Modulen ist ebenfalls ein angenehmer Nebeneffekt. Man kann sagen, das Dach hat einen guten Job gemacht.

Glas-Glas ist robuster, langlebiger und ermöglicht den bifazialen Betrieb überhaupt erst. Der Wirkungsgrad der Rückseite hängt vom Untergrund ab – beim ersten Schnee wird aus einer Solaranlage plötzlich ein Reflexionsexperiment. Die Daten dazu sind vorhanden. Die Auswertung ist, wie vieles hier, im Gange.

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Wetterstation

Ecowitt WS69 — weil „nach draußen schauen“ keine Daten liefert

Das Ecowitt WS69 ist ein 7-in-1 Außensensor: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind, Niederschlag, Solarstrahlung – alles lokal gespeichert.

Ergänzt wird das Ganze durch einen Pool mit eigenem Temperatursensor. 200 × 300 × 54 cm, ungefähr 3.200 Liter Wasser, plus eine 1 m² Solarmatte, die versucht, ihn davon zu überzeugen, wärmer zu sein als er möchte. Klingt nach Urlaub. Ist in Wirklichkeit ein Messsystem.

// 7 Tage — Temperatur °C
Live
°C
Temperatur
°C
Gefühlt
°C
Taupunkt
°C
Pool
%
Luftfeuchte
hPa
Druck abs.
hPa
Druck rel.
hPa
Dampfdruck
km/h
Wind
km/h
Böen
km/h
Max. Böe
°
Windrichtung
mm/h
Regenrate
mm
Regen Std.
mm
Regen heute
mm
Regen Ereignis
mm
Regen Woche
mm
Regen Monat
mm
Regen gesamt
W/m²
Strahlung
lx
Lux
UV
UV-Index
%
Garten
Blitze
Blitze
km
Blitz Distanz
Cam
Wettercam

Pool als Messsystem

3.200 Liter Wasser haben eine hohe Wärmekapazität. Das macht den Pool zu einem natürlichen Puffer – und zu einem ziemlich ehrlichen Messgerät. Wasser lügt nicht: Sonne scheint, Wasser wird warm. Sonne nicht, Wasser wird kalt. Wind, Verdunstung, Abstrahlung in der Nacht – alles messbar, alles aufgezeichnet, alles im Diagramm.

Die 1 m² Solarmatte heizt. Ob effizient? Das hängt vom Tag ab. Mit Daten lässt sich das beantworten – ohne Daten ist es nur eine Meinung. Ich habe die Daten. Der Pool ist damit technisch gesehen kein Freizeitgerät mehr, sondern ein thermisches Speichermodell mit Freizeitnutzen.

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Blog

Projekte, Iterationen & ausgewählte Fehlentscheidungen

Hier dokumentiere ich, was entsteht, wenn man Ideen einfach umsetzt. Nicht jedes Projekt ist fertig. Nicht jede Entscheidung war richtig. Aber alles ist irgendwann aus einem echten Problem entstanden – oder aus dem Wunsch, etwas zu verstehen, das man eigentlich nicht verstehen musste.

Das 6×6 Fahrzeug mit Hoverboard-Motoren zum Beispiel. Version 1 hatte originale Hoverboard-Platinen mit modifizierter Firmware. Version 2 hat 6 einzelne Motortreiber, 6 separate Akkus und vollständige Kontrolle über jeden Motor. Warum? Weil Version 1 funktioniert hat – und das offensichtlich kein Grund ist, damit aufzuhören. Daneben: ein Heimkino mit 9 Sitzplätzen, Tribünenstruktur und 120-Zoll-Leinwand. Ein Sim-Racing-Setup mit Fanatec-Hardware und VR. 3D-Druck in allen Stadien zwischen „erster Entwurf“ und „final_final_wirklich_final_v2“.

Einige Projekte sind abgeschlossen. Einige sind stabil. Einige befinden sich in einem Zustand, den ich technisch als „bewusst eingefroren“ beschreibe. Ich nenne das nicht Scheitern – ich nenne das Feature Freeze aus emotionalen Gründen.

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